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Neues, Recht

Adieu, Third Party Cookies: So verändert sich das Online-Tracking


leeres schwarzes Küchenbrett mit wenig Backmehl

Google, der letzte der großen Browser wie Firefox und Safari, der sich langsam von Drittanbieter-Cookies (engl. Third Party Cookies) verabschiedet, hat bereits angekündigt, bis Ende 2024 vollständig frei von Drittanbieter-Cookies zu sein. Was das bedeutet und wie genau das geschehen soll, erklären wir nachfolgend!

Cookies spielen eine wichtige Rolle bei der Nachverfolgung von Online-Aktivitäten auf Websites. Sie ermöglichen Mechanismen wie Profiling, Retargeting und grundlegende Betriebsfunktionen von Online-Shops wie die Speicherung von Artikeln im Warenkorb eines Nutzers. Aus diesem Grund kann die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies erhebliche Auswirkungen auf Tracking-Daten, wie Konversionsraten, haben. Für CMOs, Werbetreibende und Publisher ist es ratsam, sich schon nach alternativen Methoden oder Tools zu finden.

Überblick über die verschiedenen Arten von Cookies

Um die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies weiter zu erklären, hier eine kurze Beschreibung der verschiedenen Arten von Cookies, insbesondere der beiden bekanntesten: Erstanbieter-Cookies (engl. First Party Cookies) und Drittanbieter-Cookies.

Erstanbieter-Cookies sind Cookies, die von derselben Domain gesetzt werden. Wenn Sie eine E-Commerce-Website betreiben, helfen Ihre Erstanbieter-Cookies Ihren Kunden, sich an Artikel zu „erinnern“ und diese in ihren Einkaufswagen zu legen.

Wenn Sie hingegen ein Video auf YouTube hochgeladen haben, das nun auf Ihrer Website eingebettet ist, werden Drittanbieter-Cookies gesetzt, da das Video von einer Drittanbieter-Domain, nämlich YouTube, kommt.

Hinweis: Wichtig ist es zu wissen, dass Drittanbieter auch Erstanbieter-Cookies setzen können und diese trotzdem funktionieren. Ein Beispiel dafür ist Google Analytics. Google ist ein Drittanbieter, der Cookies auf Ihrer eigenen Domain setzt, die Sie für seine Analysezwecke nutzen können. Diese Cookies werden auch in Zukunft nicht verschwinden, obwohl sie von einer externen Domain gesetzt werden.

Sie haben noch nicht genug von Cookies? (Wer denn nicht? 🍪) Hier ist unser ausführlicher Leitfaden zu allem rund um Cookies. Außer den essbaren 😉. 

Was passiert, wenn Cookies von Drittanbietern weggehen? Braucht meine Website noch ein Cookie-Banner?

Die einfache Antwort ist: Ja! Sie benötigen immer noch ein Cookie-Banner. Denken Sie daran, dass nur die Third Party Cookies weggehen, während die First Party Cookies weiterhin verwendet werden. Diese nicht essentiellen Cookies, wie z.B. für Marketinganalysen, erfordern weiterhin eine Einwilligung und somit ein Cookie-Banner. LocalStorage, bei dem die Daten auf der Client-Seite verbleiben und nicht wie bei Cookies automatisch an den Server gesendet werden, wird es weiterhin geben. Dies erfordert nach wie vor die Einwilligung des Nutzers gemäß Datenschutzgesetzen wie der DSGVO. Umso wichtiger ist es, bei einem Cookie-Banner die Einwilligung zur Weitergabe personenbezogener Daten einzuholen.

Die Fragen, die Sie sich jedoch stellen sollten, sind:

  1. Welche Art von Cookies verwenden Sie?
  2. Wofür setzen Sie Cookies ein?
  3. Werden Sie LocalStorage verwenden?
  4. Wer setzt die Cookies?

Die Beantwortung dieser Fragen wird Ihnen helfen herauszufinden, welche Alternativen Sie anstelle von Drittanbieter-Cookies verwenden sollten.

Zusätzlich wird in den neuen Richtlinien des EDBP klargestellt, dass die Übermittlung von IP-Adressen unter die ePrivacy-Verarbeitung fällt und daher einer Rechtsgrundlage bedarf, die entweder unerlässlich ist oder, falls nicht unerlässlich, eine Einwilligung erfordert. Ein Cookie-Banner wird dadurch noch notwendiger.

Die offiziellen Richtlinien des EDBP finden Sie hier.

Bereit zur Abschaffung Anfang 2024, vollständige Abschaffung Ende 2024

Das Ende der Verwendung von Drittanbieter-Cookies steht bereits fest, und umso wichtiger ist es, einen genauen Überblick über den Zeitrahmen zu haben, damit genügend Zeit bleibt, sich auf alternative Tracking-Methoden vorbereiten zu können. Laut einer offiziellen Mitteilung von Google werden 1% der Chrome-Nutzer von der ersten Phase der Abschaffung von Drittanbieter-Cookies betroffen sein, d.h. sie werden bis zum ersten Quartal 2024 keine Drittanbieter-Cookies aktiviert haben. Wir gehen davon aus, dass in der nächsten Phase bis zum dritten Quartal 100 % der Chrome-Nutzer Drittanbieter-Cookies deaktiviert haben werden.

Andere verbleibende Browser werden mit dem gleichen Ziel folgen: Bis Ende 2024 werden Browser keine Drittanbieter-Cookies mehr unterstützen. Immer mehr Technologien werden folgen und die Verwendung von Drittanbieter-Cookies nicht mehr unterstützen.

Welche Auswirkungen hat die Abschaffung von Third Party Cookies auf Websites?

Es gibt verschiedene Szenarien, die nach der vollständigen Abschaffung von Cookies vorstellbar sind, wobei einige Veränderungen möglicherweise schon in der Entwicklung sind. Wir sprechen über

1. weniger getrackte Marketingziele und 
2. keine Zielgruppendaten von Dritten mehr verfügbar.

Wenn Sie hauptsächlich mit Anzeigen arbeiten und in der Lage sein müssen, Ihre Werbeausgaben zu tracken, könnte es in Zukunft schwieriger werden, Ihre Werbeausgaben zu rechtfertigen, da die gleiche Sichtbarkeit nicht mehr garantiert werden kann.

Diese Veränderungen in der Sichtbarkeit könnten auch zu alternativen Methoden führen. Es könnte einen Wechsel von leistungsbasierten Modellen zu Modellen bedeuten, die auf Klicks oder Impressionen basieren.

Qualität wird zum Schlüsselfaktor, sei es als Werbetreibender, der nach qualitativ hochwertigen Websites sucht, oder als Publisher, der qualitativ hochwertige Inhalte produziert. Mehr denn je könnte Qualität der entscheidende Faktor für Werbeausgaben sein.

Das zweite Szenario, mit dem Website-Betreiber rechnen müssen, ist der fast sichere Abschaffung von Daten von Drittanbietern. Diese Daten umfassen unter anderem Profile, Kaufinteressen, Geschlecht und Alterskategorien. Stattdessen werden Vermarkter und Publisher kaum eine andere Wahl haben, als auf Daten von Erstanbietern zurückzugreifen. 

Wie Sie sich vorbereiten können & Gelegenheiten für Websitebesitzer

Am besten verwenden Sie bereits Daten die Sie schon haben. Wenn dies nicht der Fall ist, können Sie damit beginnen, Daten zu erfassen.

Beginnen Sie mit Daten, die Sie vielleicht schon von Newsletter-Abonnenten, Kundeneinkäufen oder Daten aus früheren Umfragen gesammelt haben. Und bevor Sie mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beginnen, sollten Sie natürlich bereits ein Cookie-Banner eingerichtet haben, mit dem die Nutzer ihre Einwilligung zur Erfassung ihrer Daten geben können. Wenn nicht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Danach können Sie ohne rechtliche Probleme mit der Datenerfassung beginnen!

Fazit: Bereiten Sie sich auf das Ende der Cookies von Drittanbietern vor, indem Sie

  1. sich auf hochwertige Webinhalte konzentrieren –für Publisher, auch für Werbetreibende. Wenn Sie im E-Commerce tätig sind, stellen Sie sicher, dass der Inhalt Ihrer Website ansprechend genug ist, darunter Produktfotos, Beschreibungen und die Benutzerfreundlichkeit Ihres Shops.
  2. Schauen Sie sich jetzt nach Alternativen zu Third Party Cookies!
  3. Und schließlich ist die Verwendung eines Cookie-Banners sehr wichtig, um alle Arten von Daten ohne rechtliche Probleme erfassen zu können! Starten Sie jetzt mit dem Sammeln von First Party Daten. 

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